Nominiert für die Umweltehrung 2025:

Luzie Weinand und ihr Einsatz für Amphibien

Luzie Weinand und ihr Einsatz für Amphibien

Nominiert für die Umweltehrung 2025: Luzie Weinand und ihr Einsatz für Amphibien (Foto: Janina Weinand)

Nominiert für die Umweltehrung 2025:
Luzie Weinand und ihr Einsatz für Amphibien

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Luzie Weinand setzt sich mit unglaublichem Einsatz für den Schutz der Amphibien im Broichbachtal und auf dem Schulgelände des Städtischen Gymnasiums ein und zeigt, wie wichtig jeder einzelne Beitrag für unsere Umwelt ist. Aus diesem Grund war sie für die Herzogenrather Umweltehrung 2025 nominiert.

Wir haben Luzie ein paar Fragen gestellt.

Wie würdest du deine Arbeit jemandem beschreiben, der noch nie davon gehört hat?

Ich bin Luzie Weinand und 11 Jahre alt. Ich beschäftige mich seit 2,5 Jahren mit den Amphibien im Broichbachtal in Herzogenrath. Ich habe in der 4. Klasse meine Expertenarbeit an der Grundschule Pannesheide zu diesem Thema geschrieben.

Was hat dich inspiriert?

Als ich im Sommer 2024 an das Städtische Gymnasium Herzogenrath gewechselt bin, musste ich feststellen, dass zuhauf Lurche in die Kellerschächte rund ums Schulgebäude fallen und aus eigener Kraft dort nicht wieder herauskommen. Wenn man bedenkt, dass auf der anderen Seite des Broichbachtal in der Bergerstraße für viel Geld Krötentunnel unter der Straße gebaut wurden, versteht man die Welt nicht mehr. Auf der anderen Seite des Naturschutzgebiets verenden Tiere zuhauf, weil sie durch großmaschige Kellerschachtabdeckungen in etwa 1,2 Meter tiefe Schächte fallen und nicht wieder herauskommen. Rund ums Schulgebäude und um die Turnhalle des Berufskollegs, gibt es 24 Schächte, ohne die großen, tiefen, begehbaren Schächte in den Eingangsbereichen! Wenn man bedenkt, dass von 2000-2500 abgelaichten Eiern nur ein Grasfrosch oder eine Erdkröte bis zur Geschlechtsreife mit 2-3 Jahren überlebt, tut es besonders weh, ausgewachsene Tiere in den Kellerschächten sitzen und verenden zu sehen, Kadaver und Skelette zu finden. Seit ich das Problem 2024 erkannt habe, rette ich in meiner Freizeit regelmäßig Amphibien.

(Fotos: Janina Weinand)

Welche Herausforderung musst du meistern?

Die Tiere wandern den ganzen Sommer, nicht nur zum sogenannten Frosch- und Krötenregen. Es ist somit sehr zeitaufwändig, regelmäßig die Schächte abzugehen und Tiere zu retten! In Zeiten mit großer Wanderungsbewegung finde ich auch schon mal in nur vier Schächten 44 Tiere! Und das mehrfach pro Woche! Da das so nicht weitergehen kann, habe ich nun erforscht, ob kostengünstige Ausstiegshilfen das Problem lösen können. Leider gibt es aber keine Ausstiegshilfe die allen Tieren hilft.

Wie kann man dich unterstützen?

Deshalb braucht es Geld und eine Erneuerung der großmaschigen Abdeckungen in heute übliche kleinmaschige Abdeckungen. Hierfür braucht es Geld und ein Bewusstsein für das Problem! Die Lurche im Broichbachtal brauchen Hilfe! Es sind nicht nur Frösche und Kröten, es sind Tiere, die das Broichbachtal im Gleichgewicht halten. Sie fressen beispielsweise Zecken, die schlimme Krankheiten auf uns Kinder übertragen können, wie FSME oder Borreliose! In den letzten Jahren konnten unsere Eltern beobachten, wie deren Zahl offensichtlich steigt, weil sie im Sommer immer mehr Zecken auf uns Kindern finden, wenn wir im Broichbachtal spielen, z.B. auf dem Abenteuerspielplatz. Ich brauche Geld und engagierte Menschen, die das Problem angehen! Es muss dringend was passieren, jede Kröte zählt!

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