Herzogenrath geht voran

Herzogenrath strebt an
klima- und umweltneutral
zu werden.

Das ist ein großes Ziel.

Klimakampagne Herzogenrath Separator Klima

Und der ehrliche Weg dahin beginnt mit einer einfachen Frage:
Wo stehen wir eigentlich?

Um das zu beantworten, hat Herzogenrath den kompletten Umwelt-Fußabdruck der Stadt berechnet. Nicht nur den CO₂-Ausstoß, sondern die gesamten Auswirkungen, die unser Alltag auf Umwelt und Klima hat, über alle großen Bereiche hinweg. Damit ist Herzogenrath die erste deutsche Stadt dieser Größe, die diesen Schritt gewagt hat.

Herausgekommen ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Sie zeigt, was in Herzogenrath am meisten belastet und wo sich Handeln am meisten lohnt. Einen Einblick in die Ergebnisse und Chancen erhalten Sie über die folgende Infografik:

Welche Kosten verursacht eigentlich unser Alltag?

Als erste mittelgroße Stadt Deutschlands haben wir in einer ganzheitlichen Ökobilanz (City-LCA) alle acht Wirkungskategorien betrachtet. Das Ergebnis: 70,3 Millionen Euro Umweltkosten pro Jahr. Sehen Sie sich in unserer Animation an, wo diese entstehen und wie wir gemeinsam gegensteuern können.

Und wie geht es weiter?

Wo entstehen die größten Umweltbelastungen? Und was können wir verändern? Das Umwelt-Dashboard macht die Bilanz von Herzogenrath sichtbar. Es zeigt, wie unser Alltag Klima, Gesundheit und Natur belastet und welche Umweltkosten dabei entstehen. Wer genauer hinschauen möchte, kann sich Schritt für Schritt durch die Zusammenhänge klicken.

Der Blick nach vorn gehört dazu: Verschiedene Szenarien zeigen, wie sich die Treibhausgasemissionen bis 2045 entwickeln könnten. Entscheidend ist, welche Maßnahmen wir umsetzen und wie konsequent wir dabei sind. Im Maßnahmenplaner können Sie selbst durchspielen, welche Kombinationen uns dem Ziel näherbringen.

Schauen Sie rein und entdecken Sie, wo Veränderung ansetzen kann.

Was heißt das jetzt konkret?

Die Infografik zeigt, wo die großen Hebel liegen. Aber wie sieht das im Alltag aus? Für jeden Bereich hat Herzogenrath konkrete Maßnahmen geplant. Manche laufen bereits, andere stehen bereits in den Startlöchern.

Der Verkehr verursacht in Herzogenrath die größten Umweltkosten. Hier liegt also auch der größte Hebel.

Die Stadt will das Autofahren nicht verbieten, sondern die Alternativen besser machen: mehr und sicherere Radwege, überdachte Fahrradabstellanlagen an Bus- und Bahnhaltestellen, günstigere Nahverkehrstickets und ein Job-Ticket 2.0 für Beschäftigte.

Für den Verkehr, der bleibt, will Herzogenrath die Ladeinfrastruktur ausbauen, auch für Menschen ohne eigenen Stellplatz, zum Beispiel über Laternen-Laden und Quartiersgaragen. So wird E-Mobilität auch für Mieter*innen möglich.

Das läuft bereits: Zum neuen Mobilitätskonzept gab es bereits Bürgerdialoge. Die Ergebnisse fließen direkt in die Planung ein.

Ein großer Teil der Wärme und des Stroms in Herzogenrath stammen noch aus Öl, Gas und fossilem Netzstrom. Das belastet Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.

Beim Heizen geht die Stadt zwei Wege. Wo es sich lohnt, sollen Wärmepumpen alte Öl- und Gasheizungen ersetzen. Heizen mit einer Wärmepumpe ist heute schon 30 bis 60 Prozent günstiger als mit Gas und dieser Vorteil wächst mit dem steigenden CO₂-Preis. In geeigneten Gebieten soll der Bau von Wärmenetzen geprüft werden. Bis 2045 soll außerdem die Fernwärme vollständig aus erneuerbaren Quellen kommen. Das schützt vor schwankenden Öl- und Gaspreisen.

Beim Strom baut die Stadt die Solarenergie aus, sowohl auf öffentlichen als auch auf privaten Dächern. Eine eigene Dach-Solaranlage kann die Stromkosten eines Haushalts um 50 bis 70 Prozent senken. Intelligente Stromzähler und dynamische Tarife bringen noch einmal 100 bis 300 Euro Ersparnis im Jahr.

Das läuft bereits: Bei den Wärmepumpen-Wochen in der Städteregion Aachen können Sie die Technik direkt aus der Nachbarschaft kennenlernen und an Info-Abenden rund um die Wärmepumpe informieren.

Viele Häuser in Herzogenrath sind schon älter und schlecht gedämmt. Im Winter geht Wärme verloren, im Sommer heizen sich die Räume auf und müssen ggf. gekühlt werden. Beides kostet Geld und Wohnkomfort.

Herzogenrath will die Sanierung deutlich beschleunigen und sie so einfach wie möglich machen. Eine zentrale Anlaufstelle beantwortet alle Fragen, von der Förderung bis zur Handwerkersuche. Für Eigentümergemeinschaften gibt es ein eigenes Sanierungsnetzwerk und mit seriellem Sanieren wird das Dämmen ganzer Häuser schneller und günstiger. Für Neubauten soll künftig ein klimafreundlicher Standard gelten.

Wer saniert, wohnt wärmer, spart dauerhaft Heizkosten und macht sich unabhängiger von Öl- und Gaspreisen. Nebenbei sichert die Sanierungsoffensive Aufträge für das regionale Handwerk.

Das läuft bereits: Bei der Thermografie-Aktion haben rund 170 Haushalte Wärmebilder ihres Hauses erhalten, mit konkreten Empfehlungen und dem Angebot einer vertiefenden Beratung.

Klimaschutz ist mehr als CO₂. Deshalb schaut Herzogenrath auch auf sauberes Wasser, gesunde Böden, Artenvielfalt und den Umgang mit Abfall.

Geplant sind unter anderem ein besseres Mülltrennungssystem, klimafreundlichere Flächen und Projekte gemeinsam mit der Landwirtschaft. Wo sich Belastungen nicht ganz vermeiden lassen, entsteht ein Konzept, um sie auszugleichen.

Das läuft bereits: Die interaktive Klima-Map zeigt kühle Orte und Hitze-Hotspots, Repair-Cafés verlängern die Lebensdauer von Dingen und Projekte wie die Igelretterkids zur Unterstützung des Igelschutzes stärken die Artenvielfalt.

Herzogenrath verlangt nichts, was die Stadt nicht selbst tut. Die Stadtverwaltung strebt an, bis 2030 klimaneutral zu werden. Dafür saniert die sie ihre eigenen Gebäude, baut Solaranlagen auf kommunale Dächer, stellt den Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge um und steuert ihren Energieverbrauch über ein zentrales Energiemanagement. Wir laden alle Bürger*innen und Unternehmen herzlich ein diese Wende mit uns gemeinsam anzugehen um den Hebel zu vergrößern.

Den Rest schaffen wir gemeinsam

Die Stadt kann viel bewegen, aber nicht alles. Rund der Umweltkosten kann die Stadtverwaltung Herzogenrath direkt beeinflussen. Der größere Teil entsteht dort, wo wir alle jeden Tag Entscheidungen treffen: beim Heizen, beim Einkaufen und unterwegs. Genau deshalb zählt jeder Beitrag. Und genau deshalb wird aus einem städtischen Plan erst gemeinsam eine klimaneutrale Stadt.

Lust gemeinsam an einem Strang zu ziehen? So können Sie mitmachen:

Vieles lässt sich leichter umsetzen, als man vermutet und in einigen Bereichen gibt es Unterstützung. Ein paar konkrete Schritte, die sich schon heute lohnen:

Sanierungs- und Energieberatung nutzen:
https://herzogenrathklima.de/foerderung/

Prüfen Sie unsere Förderangebote:
https://herzogenrathklima.de/foerderung/

Öfter Rad, Bus oder Bahn statt Auto. Für jede eingesparte Fahrt gibt es Klima-Taler:
https://herzogenrathklima.de/klima-taler/

Auf der interaktiven Klima-Map kühle Orte finden und eigene eintragen:
https://herzogenrathklima.de/interaktive-klima-map/

Beim Repair-Café Dinge reparieren statt wegwerfen:
https://herzogenrathklima.de/repair-cafe-kohlscheid/

BusinessConnect
(Link folgt)

Alle Angebote für Bürger*innen, Familien und Unternehmen:
https://herzogenrathklima.de/mitmachen/

Förderungen im Überblick:
https://herzogenrathklima.de/foerderung/

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