
Grenzüberschreitende Wärmeversorgung für Herzogenrath
Herzogenrath arbeitet gemeinsam mit niederländischen und belgischen Partnern an einer nachhaltigen, unabhängigen Wärmeversorgung. Industrielle Abwärme und Grubenwasser sind dabei die zentralen Ressourcen.
Projektstatus
In Phase 2: Szenarioanalysen und Netzdesign
Timeline: Aug 2025 – Jul 2028
Die erste Projektphase wurde Ende Januar 2026 erfolgreich abgeschlossen: Der Ist-Zustand der drei lokalen Partner Herzogenrath, Kerkrade und Landgraaf wurde erfasst und verglichen. Mit der zweiten Phase beginnen nun konkrete Szenarioanalysen und die ersten Überlegungen zum Netzdesign.
Ziel des Projekts: Wärme ohne fossile Abhängigkeit
Cross_HEAT entwickelt zwei bis vier konkrete Umsetzungsszenarien für eine nachhaltige Wärmeversorgung in Herzogenrath und den Nachbargemeinden auf niederländischer Seite. Als Wärmequellen und Speicher kommen industrielle Abwärme, Geothermie und das Grubenwasser des ehemaligen Steinkohlenbergbaus in Frage.
Das Projekt verfolgt keine unmittelbare Umsetzungsabsicht, aber es schafft die Grundlage dafür: Mit Netzdesign, Finanzierungsplan, Bürgeraktivierung und der Klärung rechtlicher sowie regulatorischer Fragen auf beiden Seiten der Grenze.
Cross_HEAT soll als Modellprojekt wirken und anderen Grenzregionen in Europa als Blaupause dienen.
Herzogenraths Rolle: Lokaler Partner und Infozentrum
Als lokaler Partner vertritt die Stadt Herzogenrath die Interessen der Bürger*innen, allen voran das Ziel einer langfristigen Wärmeversorgungssicherheit. Konkret erfasst Herzogenrath den Wärmebedarf im Stadtgebiet, nimmt Versorger und Infrastruktur in den Blick und bewertet mögliche Quellen für industrielle Abwärme, Geothermie und Grubenwasser.
Für die Menschen vor Ort entsteht ein Angebot, bei dem sie Fragen zum geplanten Wärmenetz klären, interaktive Inhalte erleben und Beratungsangebote nutzen können.
Warum jetzt? Lokale Quellen, weniger Abhängigkeit
Fossile Energieträger sind endlich. Lokale Wärmequellen wie Abwärme aus Industrieprozessen oder Grubenwasser aus dem ehemaligen Bergbau machen unabhängiger von globalen Energiemärkten und geopolitischen Risiken. Gleichzeitig treibt Cross_HEAT Gesetzesanpassungen voran, die grenzüberschreitende Energieprojekte in Zukunft einfacher machen sollen.
Ein starkes Netzwerk aus drei Ländern
Lokal:
Stadt Herzogenrath (DE), Gemeinde Kerkrade (NL), GemeindeLandgraaf (NL)
Regional:
Stadsregio Parkstad Limburg (NL), Städteregion Aachen (DE)
Überregional:
NRW.Energy4Climate (DE), Cluster TWEED (BE)
Wissenschaft:
Universiteit Maastricht (NL), Fraunhofer-Gesellschaft (DE), VITO (BE)
Das Projekt wird kofinanziert durch:
Interreg Maas-Rhein / EFRENL – Wirtschaftsministerium NL – Provinz Limburg DE – Land NRW (MWIKE)BE – Wallonische Region
Informationen und Kontakt
Besuchen Sie gerne die Projektwebsite oder folgen Sie Cross_HEAT auf LinkedIn für aktuelle Meldungen aus dem Projektverlauf.
Partner










Kofinanzierer




Cross_HEAT wird im Rahmen des Interreg Maas-Rhein (NL-BE-DE) Programms umgesetzt und mit 1.193.669 Euro durch die Europäische Union kofinanziert. Weitere Beiträge kommen vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Fédération Wallonie-Bruxelles, dem niederländischen Wirtschaftsministerium sowie der Provinz Limburg (NL).






